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Baby Bump – Schwangerschaftsupdate 21. – 24. SSW – Es wird ein … bewegungsfreudiges Kind

by Judith P.
24. Schwangerschaftswoche Schwangerschaftsupdate Babybauch Baby Bump Bauchfotos | https://youdid.blog

In meinem Schwangerschaftsupdate zur 21. – 24. SSW erzähle ich eine Episode mit höchstem Hartz 4 TV Niveau von meinem Krankenhausaufenthalt nach der 1. Geburt. Und ein Video, das ich selbst produziert habe, gibt es auch noch.

Schwangerschaftsupdate 21. – 24. SSW

In diesen Wochen war wahnsinnig viel los. Meine älteste Schwester hatte runden Geburtstag, dann kam Ostern und schließlich eine Beerdigung und eine Hochzeit, für die wir jeweils 1000 km fahren mussten. Und dennoch haben wir echt viel geschafft in diesen Wochen. Aber ehrlich gesagt nichts, was mit unserem Baby zu tun hat.

Das Kinderzimmer wartet immer noch auf eine Umgestaltung und die Babyklamotten wurden auch noch nicht durchsortiert. Das liegt aber vor allem daran, dass wir immer noch nicht sicher wissen, ob Junge oder Mädchen.

Junge oder Mädchen?

Tja so richtig wissen wir es immer noch nicht. Die Ärztin hat zwar wie beim letzten Arzttermin wieder eine Vermutung geäußert, aber der Herzensmann ist noch dagegen, diese zu verraten, falls es doch nicht stimmt.

Ich werde also wohl nochmal einen Termin abwarten. Außerdem möchte ich mir wieder eine süße Idee überlegen, es in meinem sozialen Netzwerken und hier auf dem Blog mitzuteilen. Ideen dafür habe ich schon fleissig gesammelt auf meinem Pinterest Board Maternity Shooting.

Maternity Shooting

Wie wir das letzte mal das Geschlecht verraten haben, kannst du übrigens in diesem Video sehen.

Bitte entschuldige die schlechte Qualität, die komische Musik usw. Das mit dem Videos produzieren muss ich noch üben. Hoffentlich verrät der Herzensmann nicht, dass ich das sogar mal studiert habe. Ne ganz ehrlich ich musste gestern irgendwie nochmal bei Null anfangen und mir zu dem Videoschnittprogramm jede Menge Youtube Tutorials anschauen. Denn ich wusste inzwischen nicht mal mehr, wie man Musik aus- und einfaded oder Videoübergänge macht.

Shopping fürs Baby

Noch immer habe ich mich sehr zurückgehalten etwas fürs Baby zu kaufen. Wir versuchen ja gerade unsere Wohnung auszumisten und unseren Lebensstil minimalistischer zu gestalten. Dafür ist es ganz wichtig erstmal nicht so viel zu einzukaufen.

Wir haben aber inzwischen ein zweites Gitterbett + ein nagelneues Reisebett bei Ebay Kleinanzeigen geschossen. So können wir das IKEA Babybett, das wir schon hatten, wieder als Beistellbett verwenden. Es hat nämlich keine Schlupfsprossen. Dafür kann man es relativ einfach als Beistellbett umbauen.
Familienbett IKEA Gulliver Babybett Gitterbett als Beistellbett IKEA Hack Cosleeping | https://youdid.blog

Außerdem haben wir uns nun entschieden den IKEA Kinderstuhl* zu kaufen, anstatt eines zweiten Stokke Steps. Unser großes Lieblingskind sitzt nämlich jetzt schon super auf ihrem Stokke Steps ohne Babyset. Naja meistens zumindest. Aber bis August klappt das sicherlich.

Gewicht

Oh oh so langsam gehts bergauf. Dennoch bin ich immer noch unter der Gewichtskurve meiner ersten Schwangerschaft. Bleibt noch die spannende Frage, ob ich am Ende wieder 10 kg Wasser einlagere oder diesmal HOFFENTLICH nicht.

Schwangerschaftsmode

Ist nichts neues dazu gekommen. 1-2 T-shirts möchte ich noch kaufen, aber ansonsten habe ich glaube ich dank meiner besten Freundin genug.

Arztbesuch

Diesmal dauerte der Arztbesuch fast 3 Stunden. Ich bin nämlich zum großen Zuckertest angetreten. In der ersten Schwangerschaft habe ich diesen freiwillig gemacht, da eine Freundin mir gesagt hatte, dass der kleine zu ungenau ist. Die Werte waren dann auch grenzwertig und weil unsere Maus mit angeblich 57cm auf die Welt kam, gab’s diesmal den großen Zuckertest unfreiwillig.

Am Abend vorher ist mir leider noch meine Babysitterin abgesprungen, sodass ich unser Lieblingskind mit zum Arzt nehmen musste. Sie 3 Stunden im Wartezimmer zu beschäftigen ging ja noch. Aber während mir 4 mal Blut abgenommen wurde, war das nicht so einfach. Ja ganze 4 mal, weil die Sprechstundenhilfe leider vergessen hatte bei den ersten 3 mal meine Schilddrüsenwerte abzunehmen.

Abgesehen davon, dass alle Becher vom Wasserspendeautomaten zerdrückt waren und ein riesiges Gemälde fast von der Wand gestürzt wäre, hat meine Süße aber erstaunlich gut mitgemacht. Nur beim CTG hatte sie dann keine Lust mehr. Ich hatte sie im Kinderwagen angeschnallt und ihr einen großen Spielzeugbeutel auf den Schoss gelegt. Allerdings wurde jedes Spielzeug maximal 1 Minute angeschaut, bevor es auf dem Boden landete. Nach 10 Minuten glich das CTG Zimmer einem Schlachtfeld, weil ich es ja nichts aufheben konnte und sie musste sich den Rest der Zeit langweilen.

Krankenhaussuche

Wir werden wohl nun in das nahegelegenste Krankenhaus gehen. Das bedeutet ich habe leider keine Beleghebamme, sondern muss dann nehmen was kommt. Aber dafür kann der Herzensmann öfter mit der Tochter vorbei kommen und das finde ich auch sehr wichtig. Ich hoffe sehr, dass das Krankenhaus genauso stillfreundlich und gemütlich ist, wie das Krankenhaus bei meiner ersten Geburt.
Außerdem überlege ich diesmal tatsächlich das Geld in die Hand zu nehmen und ein Einzelzimmer zu buchen. Ein Familienzimmer macht ja keinen Sinn, aber ich möchte einfach ungern noch einmal so etwas erleben, wie am 3. Tag nach der Geburt meiner ersten Tochter.

Trash TV auf höchsten Niveau

Nachdem ich die 2. Nacht und den 2. Tag nach der Geburt allein auf dem Zimmer gewesen war, kam um ca. 20:00 Uhr Frau Jammer ins Zimmer geschoben. Warum nenne ich sie Frau Jammer? Tja weil sie permanent am Jammern war.

Nicht mal 2 Stunden nach der Geburt regte sie sich auf, dass sie noch nicht aufstehen konnte, alles so schrecklich weh tat und ihr Kreislauf so im Keller war. Die Schwestern sollten ihr gefälligst irgendwas für den Kreislauf geben, damit sie endlich wieder aufstehen und duschen kann.

Ich will ja gar nicht behaupten, das meine Schmerzen schlimmer waren. Trotzdem wurde ich leicht aggressiv, bei dem Ton, mit dem sie die Schwestern herumkommandierte und sich beschwerte, dass sie nicht Duschen durfte.

Duschen, hach was wäre das für ein Traum für mich gewesen, ein paar Stunden nach der Geburt! Da lag ich nämlich bewegungsunfähig mit Katheter im Bett und träumte von der Dusche. Am 1. Tag nach der Geburt wurde der Katheter gezogen und ich träumte erstmal davon, dass ich wieder ohne Hilfe auf die Toilette kann. Duschen? Das schien noch in weiter Ferne.
Am 2. Tag nach der Geburt ging es mir schon erstaunlich besser und ich hielt es nicht mehr aus. Das braune Desinfektionsmittel, das gefühlt auf meinen ganzen Körper geschmiert worden war, hatte mittlerweile das ganze Bett gelblich braun gefärbt und auch das zweite OP Hemd war schon komplett durch. Duschen war also meine Tagesaufgabe. Für die Vorbereitung und die Ausführung brauchte ich allerdings ganze 8 Stunden. Um 16 Uhr war ich endlich geduscht und fühlte mich wie ein neuer Mensch. Sauber war ich zwar noch lange nicht, aber immerhin hatte ich ein paar wenige Minuten unter der Dusche gestanden (natürlich mit festhalten an den Behindertengriffen) ohne ohnmächtig zu werden.

Und dann kam da diese Trulla um 20 Uhr ins Zimmer und beschwerte sich allen Ernstes, dass sie 2 Stunden nach der Geburt nicht duschen konnte. Und sie benutzte dabei einen Wortschatz, den kann (möchte) ich hier nicht wiedergeben, aber meine arme Tochter musste an ihrem 2. und 3. Lebenstag schon öfter das Wort sch… hören als jedes andere Wort. Ich dachte echt ich bin bei RTL2 die Teeniemütter oder wie diese Serien alle heissen. Ich kenn mich da nicht so aus, da ich seit 6 Jahren keinen Fernsehen mehr schaue. Aber ihr wisst was ich meine oder?

Es war wirklich unglaublich, wie oft sie es schaffte, die Worte „tut schei… weh“ in EINEN Satz einzubauen. Aber als wäre ihr Wortschatz und ihr permanentes Genörgel nicht schon schlimm genug, es war nur die Spitze vom Eisberg. Das schlimmste stand mir noch bevor.

Keine 5 Minuten war sie im Zimmer, da kamen ihre Eltern, Papas Eltern und noch zwei Geschwister mit ins Zimmer. Die hatten schon den halben Tag im Krankenhaus gewartet, bis die junge Familie endlich aus dem Kreissaal ins Zimmer gelassen wurde. 7 Menschen wuselten also um Mutter und Baby herum, die beide vor nicht mal 2 Stunden eine Geburt hinter sich hatten. Zunächst dachte ich nur: Ok, andere Länder andere Sitten. Frau Jammer und ihre Familie stammten anscheinend aus Osteuropa.

Aber mir tat das Baby leid. Statt sich erstmal in Ruhe an die kalte Welt mit all den Lichtern, Geräuschen, Gerüchen und den Krankenschwestern zu gewöhnen, musste es auch gleich noch Opa, Tante und Onkel kennenlernen und Omas Parfümwolke ertragen.
Meine Schwägerin und auch viele Freundinnen und sogar Hebammen hatten mir mehrfach empfohlen im Krankenhaus wenig bis gar keinen Besuch zu empfangen. Und ich war sehr froh, diesen Rat befolgt zu haben.

Sehr froh war ich deshalb auch, als um 21 Uhr zwei Schwestern kamen und bis auf den Papa alle rausschmissen. Dieser blieb dann noch bis 1 Uhr, was ich ja auch verstehen konnte. Und er verhielt sich auch echt ruhig. Nicht zu vergleichen mit dem aufgekratzten Hühnerhaufen aus Omas, Opas und Tanten.

Nachdem ihr Baby dann die ganze Nacht durchgeschrieen hatte, war am nächsten Vormittag erstmal Ruhe. Aber es war nur die Ruhe vor dem Sturm, wie ich später feststellte.
Als um 11 Uhr der frische Papa immer noch nicht da war, fragte ich mal ganz vorsichtig, schon etwas verwundert, warum denn alle direkt nach der Geburt kamen und heute keiner. Da meinte sie: „Ja der Papa wollte erstmal ausschlafen.“ Ich hatte dann tatsächlich kurz noch Mitleid mit Frau Jammer, da ich dachte, schade für sie, dass der Papa nicht da ist.

Da geht’s zu wie an der Aldikasse

Aber als der Papa dann gegen 12 Uhr kam, kam nicht nur der Papa. Es kam halb Stuttgart. Das Zimmer, welches echt groß war, war innerhalb kürzester Zeit so gefüllt, dass ich Panik bekam. Und ich leide eigentlich nicht unter Platzangst. Mein Herzensmann war, ich weiss nicht mehr warum, zu dem Zeitpunkt allerdings gerade mit unserer Tochter im Gang unterwegs und so lag ich da nun mit Panik im Bett. Aufstehen konnte ich am 3. Tag nach der Geburt zwar so halbwegs, aber eine Hose zu tragen war mit der Narbe noch völlig undenkbar.

Ich hatte also nur ein Oberteil an. Problem: Mein Bademantel hing an einem Haken neben der Tür, vor dem ca. 16 Menschen standen. Ich merkte also wie die Panik mir Tränen in die Augen schob und ich schrieb verzweifelt dem Herzensmann, dass er SOFORT komme solle. Er kam auch kurze Zeit später, brachte meinen Mantel und wir verliessen das völlig überfüllte Zimmer, um es uns auf einem Sofa im Flur bequem zu machen.
Wohl bemerkt sitzen war eigentlich noch gar nicht möglich.

Als nach einiger Zeit mein Kreislauf nicht mehr mitmachte, mussten wir notgedrungen zurück ins Zimmer. Vor dem Zimmer stand eine riesig Menschentraube und ich hatte große Angst davor, was mich im Zimmer erwartet. Noch mehr Parfüm (das schlimmste für kleine Babynasen und Mamas, die ihr neugeborenes riechen wollen) konnte ich nicht ertragen.

Drinnen war es glücklicherweise etwas geleert. Die Krankenschwestern waren eingeschritten und hatten verordnet, dass maximal 10 Besucher im Zimmer seien durften. Einen Stuhl hat der Herzensmann an diesem Tag allerdings trotzdem nicht mehr gesehen.
Tja mit den beiden Papas blieben da nur noch ganze 8 Personen übrig. Und dann hatte ich mir doch tatsächlich noch die Dreistigkeit erlaubt EINE (meine beste) Freundin einzuladen. Wohlbemerkt, meine Freundin war die 3. und letzte Person, die mich in diesen 4 Tagen abgesehen vom Herzensmann besucht hat.

Irgendwie hatte ich auch keinerlei Bedürfnis mein Baby mit jemand anderem zu teilen, es rumzuzeigen, mit den Schmerzen der Geburt zu prahlen oder sonst was. Ich war viel zu sehr mit dem Schmerzmanagement beschäftigt, als dass ich hätte Besuch empfangen können oder wollen. Außerdem wollte erst mal ICH mein Kind kennenlernen, anschauen, beschnuppern und liebkosen. Bevor es von Omas, Tanten und Onkels auf den Arm genommen wird.

Frau Jammer sah das ziemlich anders. Wobei ich mich manchmal tatsächlich fragte, ob sie nicht auch lieber etwas Ruhe gehabt hätte, und sich ihrem Schicksal bzw. den kulturellen Gegebenheiten nicht doch nur stillschweigend fügte.

Noch völlig ungeübt im Stillen und auch noch nicht bereit meine Milchbar in der Öffentlichkeit auszupacken, aber mit kräftigem Milcheinschuss lag ich da also im Bett. Nur ein dünner Vorhang trennte die Betten und die wilde Meute von mir und meinem Baby.

So kam irgendwann eine Schwester, der es auch zu bunt wurde und schleppte mich zum zweiten Mal aus dem Zimmer ins Stillzimmer. Eigentlich durften dort keine Männer rein, aber sie machten eine Ausnahme. Das war auch gut, denn ich brauchte eine Schulter zum ausweinen.

Ich hatte wirklich absolut keinen Babyblues, aber diese lautstarke Parfümwolke war einfach zu viel für mich. Und das obwohl ich wirklich ein sehr geselliger Mensch bin und kein Problem mit großen Menschenansammlungen hatte. Aber meine Hebamme und meine Freundinnen hatten schon recht damit, dass die Zeit im Krankenhaus nur der kleinen Familie gehören sollte und nicht der halben Welt.

Neben dem Stillzimmer lag das Schwesternzimmer und während mein Mann und ich uns dort ein wenig erholten, hörten wir die Krankenschwestern und Hebammen lästern: „Ach sie meinen Frau Jammer, ja in dem Zimmer gehts ja schlimmer zu als an der Aldikasse. Die Arme Frau P. (ich), leider haben wir kein Einzelzimmer für sie.“

Tja leider. Ich könnte jetzt noch einige Storys erzählen, was Frau Jammer sich noch so geleistet hat, aber der Artikel ist schon lang genug. Ich kam mir jedenfalls die ganze Zeit vor wie in einem falschen Film. Hartz 4 TV auf höchstem Niveau eben. Und damit sind wir beim Grund, warum ich diesmal überlege ein Einzelzimmer zu buchen.

Die Eckdaten

Gewicht: +6,4
Bauchumfang: 105cm
Schwangerschaftsstreifen: Noch keine neuen, jippieh.
Gelüste: Neulich hatte ich einmal große Lust auf Fast Food. Der Herzensmann am nächsten Tag zu seinen Kollegen: „Endlich hat sie Gelüste nach Fleisch.“ Hielt zu seinem Pech nur einen Tag.
Schlafen: So langsam wird es mühsamer und ich habe mein Stillkissen schmerzlich vermisst. Ich hatte es meiner Schwägerin geliehen. Aber nun habe ich es zurück und endlich wird es im Bett wieder gemütlicher.
Kindsbewegungen: Ich kann mich jetzt nicht mehr so ganz genau erinnern, aber ich weiss das unsere große Tochter auch ein sehr lebendiges Kind war. Nach meiner jetzigen Empfindung ist dieses Kinder aber noch viel wilder. Mal sehen, ob es im real life dann auch so aktiv wird wie die Schwester.

Hat dir mein Schwangerschaftsupdate gefallen? Dann findest du hier die anderen Artikel zu meinen Schwangerschaften.

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10 comments

Jennifer 2. Juli 2017 - 08:09

Krasse Sache mit der Zimmernachbarin 😦 Kann man anders nicht sagen. Dagegen war meine Nachbarin ja jammern auf höchstem Niveau. Und ich dachte uch hätte ne schlimme erwischt.
Ich hoffe das Krankenhaus hat dieses mal die selbe Beschränkung wie es hier üblich ist: Papa bzw. maximal 2 Personen mit aufs Zimmer, alle anderen haben gefälligst in der Cafeteria / Besucherraum empfangen zu werden.
Und ruf bitte eine Schwester anstatt selbst abzuhauen. Das ist ja auch DEIN Zimmer!
Wirst du die Klinik vorher einmal angucken gehen? Selbst wenn die Wahl schon fest steht, ist ja immer nett zu wissen wie es vor Ort so ist, wie die Kreißsäle aussehen und man Fragen stellen kann.

Meine Zimmernachbarin hat ständig gejammert wegen ihrer KS Narbe, was mich nicht wunderte, die saß immer gebückt im mindestens 90 Grad Winkel im Bett. Das gibt doch Druck auf die Narbe. Klar tut das weh!
Zudem konnte sie kein Deutsch, hatte ständig jemanden (ältere Tochter oder Ehemann) da der für sie übersetzt hat. Gab mir Tipps wieso mein Kind schreit („das hat zu kalt“ 🙄🙄🙄 Wow, danke auch! Nein, das war ganz einfach eine Stressreaktion auf zwei verstochene Füße und den blöden Stoffwechseltest der nicht geklappt hat, konnte ich nichts machen außer da sein und trösten)
Und dann, als ich schlafen wollte, kam um 21 Uhr, wo eigentlich die Besuchszeit endet, Papa und Tochter wieder und tranken Tee, knabberten Nüsse und machten Kaffeeklatsch bis in die Puppen. Naja, jedenfalls bis die Nachtschwester es mit bekam und beide rausgeworfen hat 😃
Also wie gesagt, gegen deine war die relativ harmlos.

Reply
Judith P. 8. Juli 2017 - 16:32

Hallo Jennifer,
deine Geschichte klingt aber auch net so toll.
Ja mal schauen, ich habe mich jetzt diese Woche endlich für ein Krankenhaus entschieden und werde da diesmal auch schneller etwas sagen und mein Mann sicherlich auch.
LG
Judith

Reply
Julie 29. Mai 2017 - 16:52

Oh mein Gott o_O
Das klingt nach ner echten Horrorstory direkt nach der Geburt.
Himmel!
Ich bin selbst gerad in der 17. Woche und da macht man sich natürlich schon Gedanken, wie man wo sein Kind kriegen will und wenn man dann sowas liest – da krieg ich Schweißausbrüche schon beim Lesen und das hat nix mit dem Wetter zu tun.
Ich drücke dir so die Daumen, dass du die Zeit nach der zweiten Geburt entspannter und erholter erlebst, als bei der Ersten.
Ich an deiner Stelle wäre explodiert! Klar, alle wollen das Baby sehen und die Mutter und gucken wies Beiden geht – kann ich verstehen, aber kann man da nicht warten?

Ich wünsche dir für die Zeit vor und nach der Geburt alles Gute 🙂

LG Julie

Reply
Judith P. 29. Mai 2017 - 20:05

Hallo Julie,
naja sooooo schlimm war es dann auch wieder nicht. Waren ja auch nur 1,5 Tage. Ich hätte auch nicht gedacht, dass mich das so aus der Bahn wirft, da ich eigentlich selbst voll der gesellige Typ bin. Aber mir gings halt körperlich so schlecht, dass ich nicht das Bedürfnis hatte mein Schmerzverzerrtes Gesicht ständig vor Besuch verbergen zu müssen.
Ich bin nicht so der explosionstyp, von daher habe ich es einfach still ertragen.
Aber es kommt ja auch auf jede Frau und jede Geburt an. Manchen geht es ja auch nach 2 Stunden schon wieder total super. Wenn das bei mir so gewesen wäre, hätte ich sicherlich auch ein paar mehr Besucher eingeladen.

Ja wir beide werden das schon schaukeln. Kenne auch wenige Freundinnen, die sowas nach der Geburt erlebt haben. Also die Wahrscheinlichkeit ist relativ gering, dass mir das nochmal so passiert.

LG
Judith

Reply
Debby Wolf 26. Mai 2017 - 12:30

Hey Du! Musste gerade lachen. Denn dann gehöre ich wohl zu den absoluten Hartz 4 Patientinnen. Beim ersten Kinde das 22.40 auf die Welt kam, ging ich kurze Zeit später duschen und um 24.00 Uhr trudelte die ganze Clique im KH auf und wollte das erste Baby aus dem Freundeskreis sehen. Schlafen konnte ich von der Adrenalin Ausschüttung die ganze Nacht nicht, erst als ich Schlafmittel bekam, morgens bin ich heim, da gab es erstmal Brunch bei den Schwiegereltern und kennenlernen. Beim zweiten war ich schneller aus dem KH, als die ersten Besucher kommen konnten und beim dritten kamen leider schon Verwandte nach 2 Stunden. Gut, das mir das zum Duschen und anziehen ausreichte. Danach ging ich gleich wieder heim. Bin aber froh gewesen, es so gemacht zu haben, denn sonst wären alle daheim gekommen, was ich deutlich stressiger finde. Im KH muss man nichts herrichten, nicht aufräumen, einfach nur im Bett liegen und die Besucher gehen schneller wieder…. daher würde ich immer den Besuch im KH bevorzugen. Alles andere wäre Stress für mich. Sicherlich würde ich meine Kinder nicht mehr im KH bekommen, denn eine Nacht im KH stresst mich mehr als 20 Besucher auf einmal. Kommt sicherlich auch darauf an, was man sonst gewöhnt ist. Ich fand es immer wichtig das Kind so normal wie möglich zu behandeln und mein Verhalten nicht dadurch zu ändern. Immerhin kennt es die Gepflogenheiten 9 Monate schon. Da ist es schon seltsam, wenn von ein Tag auf den anderen plötzlich alles anders sein soll. Jeder was ihm gut tut und wie er es möchte. Lg

Reply
Judith P. 29. Mai 2017 - 20:14

Tja Schwesterherz, du hattest ja scheinbar auch sehr gute Geburten und hast das super weggesteckt. Mir ging es halt körperlich so schlecht, dass ich lieber meine Ruhe gehabt hätte. Und das Hartz4 war auch eher so auf den Wortschatz der werten Dame und ihrer Verwandtschaft bezogen. Zudem hatte ich auch überhaupt nicht das Bedürfnis mein Kind schon mit irgendwem anders, als dem Papa zu teilen und das stillen vor sämtlichen Besuchern zu lernen.

Das mit dem Besuch zu hause ist tatsächlich ein guter Einwand. Im Krankenhaus muss man nicht aufräumen und kann die Leute schneller wieder rausschmeissen. Wenn sie sich rausschmeissen lassen, hehe.

Tja bin ja sonst auch der gesellige Typ, deshalb hat es mich auch etwas gewundert, dass ich darauf so reagiert habe. Vielleicht waren es auch doch die Hormone und so.
Wenn ich diesmal ne natürlich Geburt erleben darf, hoffe ich auch sehr, dass ich früher nach Hause kann. Das wäre letztes Mal aber undenkbar gewesen.

Ja wir haben N. auch in unser Leben intergriert und nicht unser Leben an sie angepasst. Das finde ich auch sehr wichtig. Heute hat eine Freundin dass auch sehr treffend gesagtg. Das Kind wird in unsere Familie geboren und wir sollten nicht plötzlich unser ganzes Leben um das Kind herum bauen.
LG

Reply
Charlotte Tittel 26. Mai 2017 - 10:59

Liebe Judith!
Oh da hattest du mit deiner Zimmerkollegin nach der ersten Geburt ja mächtig zu tun – oder mit deren Verwandschaft? Vielleicht wäre ein Geburtshaus oder eine Hausgeburt für dich eine Alternative? Ich möchte bei meinem nächsten Zwerg eine ambulante Geburt haben, da ich ähnliche aber nicht ganz so heftige Erfahrungen wie du machte. Allerdings weiß ich nicht, ob es so etwas wie eine ambulante Geburt auch in Deutschland gibt, hier in Österreich ist es möglich.

Du und dein Mann, ihr wollt minimalistischer leben, schreibst du. Zu dem Thema bzw. auch dazu, dass ihr erst einmal nicht so viel einkaufen wollt: Ich kann euch moderne Stoffwindeln am besten in Kombination mit Windelfrei sehr ans Herz legen. Ihr könnt wahnsinnig viel Geld und vorallem Müll sparen, tut der Haut eures Kindes einen großen Gefallen und stärkt nebenbei noch die Bindung zum Baby.

Wenn du mehr darüber erfahren willst, freue ich mich auf deine Nachricht!
Bis dahin wünsche ich dir eine wunderbare Kugelzeit <3

LG Charlie

Reply
Judith P. 29. Mai 2017 - 20:02

Hallo Charlotte, naja da ich erst vor relativ kurzer Zeit einen Kaiserschnitt hatte, ist eine Hausgeburt sehr wahrscheinlich ausgeschlossen und das Risiko ist auch relativ hoch für einen zweiten Kaiserschnitt. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Ja mit Windelfrei habe ich mich schon sehr ausführlich beschäftigt und wir haben es auch bei unserer großen Tochter probiert. Das hat auch ziemlich gut geklappt, bis sie angefangen hat zu krabbeln. Ich fand es allerdings doch recht zeitintensiv. Ich bin nicht sicher, ob ich das bei Kind 2 hinkriege, weil ich möchte auch der großen viel Aufmerksamkeit zukommen lassen.

FÜr mich war immer ganz wichtig, windelfrei darf nicht stressig werden. Und ich denke mit 2 Kindern unter 2 hat man schon echt einiges zu tun. Will mir da nicht zu viel zumuten. Aber ich werde es auf jeden Fall wieder probieren.

LG
Judith

Reply
Tanja Schneider 21. Mai 2017 - 18:28

Du hast mein tiefstes Mitgefühl Judith. Und unter den „Umständen“ , die du mitmachen musstest, würde ich wohl auch mein Geld zusammen kratzen und ein Einzelzimmer nehmen. Oder die beste Lösung, Gott vertrauen. Bei deiner Geschichte denkt man wirklich , schlimmer geht’s nimmer.
Du meine Güte, da muss man ja echt Sorge haben, das das Baby deiner ehemaligeb Bettnachbarin nicht verhaltensauffällig wird.
Hoffentlich habt ihr dieses mal mehr Ruhe nach der Geburt. Alles Gute.

Reply
Judith P. 29. Mai 2017 - 12:03

Hallo Tanja,
ja das Baby der Bettnachbarin hat auch fast permanent geweint. Ja mal schauen, wie es diesmal wird. Ich habe ja die Hoffnung, dass es eine natürliche Geburt wird und ich vielleicht auch etwas früher entlassen werde.
LG
Judith

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